Frogtales

Februar 2019
Auf der Messe habe wir die Flucht in einem Austin Healey Sprite Mk 2 nachgestellt.

Kurz erzählt ist die Geschichte so: Der Sprite Mk 2  konnte, nachdem die Windschutzscheibe abgeschraubt war, unter der Grenzschranke der damaligen CSSR bei Bratislava nach Österreich durchfahren. Der Westdeutsche fuhr und seine Freundin aus der DDR lag hinter Stahlplatten im Kofferraum. Die Flucht ist 1964 geglückt. Die Hochzeit fand 1968 statt und 2018 wurde die Goldenen Hochzeit gefeiert. Das damalige Fluchtpaar erzählt seit einiger Zeit des öfteren auch öffentlich von der Flucht, damit die unmenschliche Grenze und alles was damit zusammenhängt nicht vergessen wird!
Dem haben wir uns als Spridget Register angeschlossen!

Derweil habe ich an meinem Frosch alle Schrauben gelöst um den Motor anheben zu können, wenn die neue Riemenscheibe da ist. Auf der Messe in HB habe ich eine Kupplungsnehmerzylinder gekauft und Bremsflüssigkeit DOT 5. Einen ¾ Zoll Hauptbremszylinder habe ich mittlerer Weile auch erhalten.  Ich werde in den nächsten Tagen mit dem Einbau beginnen.
Ja der Einbau – Als erstes habe ich den Verteiler der Bremsleitungen am Kotflügel ausgebaut. Der Bremslichtschalter musste ausgetauscht werden und saß bombenfest.

Im Ausgebauten Zustand ließ sich das ganze mit Hilfe eines Schraubstocks ganz bequem aus und einbauen. Der neu Schalter ist drin. Jetzt konnte in Ruhe die DOT 4 aus den Leitungen auf diverse Lappen tropfen. Am nächsten Tag habe ich den HBZ ausgebaut und die Leitungen dort gelöst. Mit etwas Pressluft habe ich die offenen Leitungen durchgepustet. Den neuen HBZ an die Bremsleitungen angeschlossen und eingebaut. Die erste Leitung an den Verteiler angeschlossen. Dann musste ich noch die Entlüfter der Scheibenbremsen öffnen – einer saß fest aber WD 40 und Geduld sei Dank. Wieder mit Pressluft die Leitungen durchgeblasen und an den Verteiler angeschlossen. Den Kuzpplungsnehmerzylinder habe ich am oberen Anschlusspunkt derart verändert, dass die Schraube nur noch gelöst werden und nicht abgeschraubt werden muss. Leider stellte sich heraus, dass die Leitung nicht passte. Die Anschlüsse haben verschiedene Gewinde und Durchmesser. Schließlich stellte sich heraus, ich habe in Bremen den 948/1098-er Nehmerzylinder (GSY110) erhalten. Ich brauche für meine 1300-er Kupplung aber den GSY113! Also bestellen und Pause machen.

Zwischendurch habe ich für jemadnem aus dem Spridget Register ein Teil aus der Handbremse ausgebaut, das es nicht mehr gibt und wollte es ihm zuschicken. Er bat mich aber mit dem Zuschicken noch zu warten. So habe ich dieses Teil meinem Sohn in die Hand gedrückt und er hat mir ein Neuteil gebaut.

März 2019
Die Teile vom BMC Kestel sind angekommen. Den Kupplungsnehmerzylinder habe ich wieder zum Unterschieben umgebaut. Unters Auto gelegt, Leitung angeschlossen, auf die Stößelstange gesteckt, unter die obere Schrauben geschoben und die untere Schraube fest geschraubt.  (Neugierige sollten auf Technik klicken.)
Auf Grund des Wetters konnte ich den Frosch nicht raus schieben um die Tür komplett zu öffnen also nicht die obere Schraube angezogen. Dafür habe ich die hinteren Bremsentlüfter geöffnet auf das DOT 4 herauslaufen kann – selbstverständlich in einen Lappen. Die 1275-er Riemenschiebe habe ich wieder gegen die originale ausgetauscht. Festschrauben ging nicht, weil die Bremse noch nicht funktioniert. Getriebehalterungen unterm Auto und die Motorhalterung im Motorraum sind wieder fest. Das Handbremsteil ist mit Neuteil wieder da und eingebaut. Es passt und funktioniert!
Ich warte auf besseres Wetter um den Frosch komplett raus schieben zu können.
In der Zwischenzeit habe ich den neuen Wärmetauscher für die Heizung eingebaut.
Es ging weiter, nur nicht so wie geplant. Der neue HBZ bzw. die Anschlüsse an ihm waren nicht dicht zu bekommen. Da ich nicht selbst bördeln kann habe ich das bei der Firma CRT in Wunstorf machen lassen. Es wurde eine SAE „F“ Bördelung mit etwas längeren Überwurfmuttern.

April 2019
Der neue ¾ Zoll HBZ wurde als wieder eingebaut und komplett angeschlossen. Er war dicht und die Kupplungsentlüftung ging wunderbar. Bei der Bremse war es anders, es kam keine Flüssigkeit aus dem HBZ am Verteiler an. Der Nachlauf funktionierte nicht!
Was bleibt einem also übrig außer mit offener Leitung zu pumpen und es kam einfach keine Flüssigkeit. Es war aber ein deutliches „atmen“ des HBZ zu hören. Egal nach der ersten Verzweiflung habe ich alles wieder ausgebaut und den alten HBZ wieder angeschlossen. Ein Tritt und es kam Flüssigkeit. Einfach toll. Also alles angeschlossen und entlüftet. Die Schraube für die Riemenscheibe angezogen, die Lima eingebaut, Keilriemen gespannt und den schon lange herumliegenden Stabilisator für die Vorderachse eingebaut. Jetzt noch den Kühler rein und Wasser aufgefüllt.
Am 9.4. Probefahrt zum Clubabend. Am Treffpunkt vorbei und in die zwei folgenden Kreisel gestört. Es war kein Störverkehr da so konnte ich den Stabi testen.
Kreisel 1 auf 06.00h rein und auf 12.00h war eigentlich wie immer. Zweiter Kreisel 06.00h rein und auch wieder raus. Der Frosch „schliff“ wie üblich auf dem Schweller.
Beim Rausfahren reagierte er aber irgendwie anders als sonst. Es kam der erste Kreisel wieder auf 06.00h rein und auf 12.00h raus, dann links zum Treffpunkt.
Der Frosch wieder auf dem Schweller im Kreisel aber er reagierte spontaner auf die Lenkbewegung beim Richtungswechseln. Der Stabi darf bleiben!
Die Sache mit der Bremse ist noch nicht perfekt es muss noch einmal entlüftet werden. Beim ersten Treten ist der Druckpunkt etwa auf der Hälfte beim zweiten Treten ist der Leerweg nur noch ¼.


To be continued